Gildehaus


Das historische Gildehaus, im Renaissance-Stil ab 1584 als „Haus zum Breiten Herd“ erwähnt, ist eines der prächtigsten erhaltenen Häuser aus der Blütezeit Erfurts.
Seit über 80 Jahren wird es auch als Sitz der Handwerkskammer Erfurt genutzt.

Am 17. Juli 2008 brach im Erdgeschoss des Gildehauses ein Brand aus. Die Ursache war ein technischer Defekt.
Das Erdgeschoss brannte völlig aus und die Fassade wurde durch Feuer und Rauch geschädigt. Im 1. und 2. Obergeschoss entstanden erhebliche Schäden durch Rauch und Ruß. Zum Glück wurde das Feuer zeitig entdeckt. Durch das schnelle Eingreifen der Feuerwehr, noch bevor die oberen Etagen durch die Flammen zerstört wurden, konnte das Gebäude gerettet werden.

Umfangreiche Wiederherstellungs- und Instandsetzungsarbeiten waren nötig.
Diese zum Teil sehr aufwendigen Arbeiten forderten hohe Leistungen der Planer und der Handwerker. Eine sehr gute Zusammenarbeit aller Beteiligten und die hohe Handwerkskunst, zum Teil mit alten Techniken, lassen Fassade und Innenräume wieder in neuem Glanz erstrahlen.

Der Brand – ein Schock für alle Bürger.









Unser Betrieb baute sechs der vorhandenen Kachelöfen im EG, 1. OG und 2. OG zurück.
Incl. Fotodokumentation, Markierung, Einlagerung und Säuberung.
Der Wiederaufbau durch uns konnte zeitlich planmäßig und dem hohen Wert der Öfen und dem Anspruch des Auftraggebers in entsprechender Qualität durchgeführt werden. Einige Kachelelemente, speziell beim Kachelofen im EG, Gaststätte Pavarotti, mussten nachgefertigt werden. Diese Arbeiten, d.h. komplett neu modellieren, brennen und mit den Originalen entsprechenden Glasuren versehen, sind von der Kachelfabrik Schmidt-Lehmann in Velten ausgeführt worden.



Herzlichen Dank an Herrn Lehmann und seine Mitarbeiter für die sehr gute Zusammenarbeit und die hervorragende Qualität der gefertigten Keramiken.


Am 15.01.2010 war die offizielle Eröffnung des Gildehauskomplexes.
Zahlreiche geladene Gäste konnten begrüßt werden. An der Spitze der Ehrengäste bewunderte unsere Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht die wiederhergestellten Räume (und Kachelöfen). Sie drückte Ihre Bewunderung und Freude über die gelungene Wiederherstellung aus, verbunden mit den besten Wünschen für das Handwerk.